Gemeinderatssitzung 26. Juni 2013

Heute war wieder Gemeinderatssitzung, lediglich sieben Tagesordnungspunkte, und alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst – also eine ganz normale Sitzung.

Die Tagesordnung war folgende:

  1. Gebarungsprüfung 2. Quartal 2013: Erwartungsgemäß gab es keine Beanstandungen. Ich war bei der Prüfung dabei und kann das bestätigen. 
  2. Verkauf des Grundstückes Nummer 568/52 der Gemeinde Oslip: Im neuen Wohngebiet Mönchäcker wurde ein Grundstück an eine Osliper Familie verkauft. Der Preis ist 50 €/m², es besteht Bebauungszwang.
  3. Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich Schule und Kindergarten, Kirche, Kaufhaus, Gemeindeamt und Pfarrheim Oslip: Dieser Punkt wurde von der SPÖ eingebracht. Nach ein bisschen Diskussion kam ein Beschluss zustande, der die Errichtung einer 30 km/h-Beschränkung vorsieht. Zusätzlich wird mittels Bodenmarkierung auf die Stelle aufmerksam gemacht. Es ist zu hoffen, dass sich die Osliper Bevölkerung an die Beschränkung hält, sodass keine zusätzlichen Baumaßnahmen erforderlich sind.
  4. Postservicestelle für Oslip im Gemeindeamt: Dieser Tagesordnungspunkt kam ebenfalls auf Verlangen der SPÖ zustande. Der Beschluss lautet: „Aufnahme von Verhandlungen mit der Österreichischen Post AG zwecks Installierung einer Postpartnerstelle im Gemeindeamt Oslip. Die Betreuung dieser Postservicestelle soll durch die Gemeindeangestellten erfolgen.“ Einstimmig angenommen, was für mich als Wirtschaftstreibenden die Qualität des Standorts Oslip erhöht – ich muss meine Angestellte jetzt nach St. Margarethen schicken, wenn ich eine eingeschriebene Sendung aufgeben möchte.
  5. Beratung über die weitere Vorgangsweise beim Pfarrheim Oslip: Das Pfarrheim in Oslip ist sanierungsbedürftig. Es gehört der Diözese, und diese überlegt, es an die Gemeinde zu schenken. Gleichzeitig gehört auch die Leichenhalle (im Eigentum der Gemeinde) saniert, die jedoch kaum genutzt wird, weil die meisten Begräbnisse in der Kirche abgehalten werden. Nachdem die Notwendigkeit nach einem Veranstaltungsraum existiert, wird eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, die die möglichen Maßnahmen überlegt. Als einziger Mandatar der Grünen werde ich dort vertreten sein.
  6. DI Christian Hajny, Kauf-Ansuchen: DI Christian Hajny ist der Eigentümer des Fischerparadies in Oslip und möchte dieses erweitern. Das Nachbargrundstück gehört der Gemeinde Oslip, dort war früher die Bauschuttdeponie untergebracht. Der Gemeinderat hat dem Verkauf zugestimmt.
  7. Allfälliges: Hier gab es ein paar Punkte:
    • Die Geschwindigkeitsanzeige in der Sportplatzgasse funktioniert nicht und soll daher repariert werden.
    • Durch den Konkurs der Alpine verzögert sich die Baustelle bei der B50. Dadurch kommt es nicht Anfang Juli zur geplanten zweiwöchigen Sperre, wo der LKW-Verkehr zwischen Schützen am Gebirge und Eisenstadt in einer Richtung über Oslip – St. Margarethen – Trausdorf geleitet wird.
    • Eine Anfrage von mir betraf die Einhaltung der 50 km/h-Beschränkung auf den Güterwegen, die auch gerne von Radfahren frequentiert werden.
    • Eine weitere Anfrage von mir beschäftigt sich mit den Aufstellungsorten der Tafeln des MOOST-Wanderwegs.
    • Weiters wurde das Thema Hundesackerl und die befürchtete Zusammenlegung aller Kindergartenkinder in eine Gruppe erörtert: Es geht sich genau aus, dass zwei Gruppen im nächsten Jahr erhalten bleiben.

Am Anfang der Sitzung wurde das Protokoll der letzten Sitzung beschlossen, und ich möchte hier die Protokolle der bisherigen Sitzungen nachreichen:

Ich bin offen für alle Fragen und Anregungen, entweder öffentlich gleich in der Kommentarbox unten, ansonsten per Telefon oder E-Mail.

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Ich rette einen Vista-PC

Ein Feuerwehrkollege brachte mir seinen Desktop-PC: Nachdem im Betrieb der Mauszeiger steckenblieb, hat er den Computer abgeschaltet, und jetzt geht nichts mehr. Nachdem die Stromversorgung stimmte und der Rechner auch ohne Grafikkarte nicht mehr startete, fiel meine Vermutung auf das Mainboard. Ein neues Mainboard für den vorhandenen Prozessor und Speicher wurde gekauft, der Rechner eingeschaltet – aber das Vista wollte nur mehr im Reparaturmodus starten.

Hier ein paar Erkenntnisse bzw. Verweise, die ich sammeln möchte, um sie im Bedarfsfall wiederzufinden:

Wiederherstellung ohne Neuinstallation: „Herumdoktern in der Registry“

Kaum war das neue Mainboard eingebaut, ließ sich der Computer wieder starten, aber wechselte nach einem kurzen Bluescreen in den Reparaturmodus. Auch ein Start in den abgesicherten Modus schlug fehl, und zwar nach dem Laden der crcdisk.sys.

Ursache sind inkompatible Chipsatz-Treiber, und man muss diese gegen die Standard-Treiber austauschen, die beim ersten Windows-Start verwendet werden.

Die Lösung stammt vom ComputerBase-Forum und bedeutet etwas Aufwand, aber immer noch weniger, als bei einem fremden Computer zu versuchen, E-Mail, Fotos, Druckertreiber, etc. nach einer Neuinstallation wiederherzustellen.

  1. Boot in MiniXP von Hiren’s BootCD
  2. Download und Entpacken der Registry-Datei mithilfe des eingebauten Browsers (Icon: Internet)
  3. Öffnen des Registrierungseditor über die Kommandozeile (Icon: Command Prompt)
    regedit
  4. Auswahl des Zweiges HKEY_LOCAL_MACHINE
  5. Hinzufügen des Zweiges vom Originalsystem über File/Load Hive…, Auswahl der Datei SYSTEM aus dem Verzeichnis C:\Windows\System32\config. Bei der Frage nach dem Schlüsselnamen wird test eingegeben und bestätigt.
  6. Nun wird die vorher entpackten Registry-Datei IDE.REG mittels File/Import… geladen.
  7. Bei selektiertem Knoten test in der linken Liste wird File/Unload Hive… aufgerufen und bestätigt.

Damit sind wieder die Originaleinträge einer frischen Installation hergestellt. Nun müssen noch ein paar Dateien gegen ihre Originalversionen ersetzt werden.

  1. Im MiniXP wird der Dateimanager geladen.
  2. Man wechselt ins Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers.
  3. In einem zweiten Dateimanager wird C:\Windows\System32\DriverStore\FileRepository\mshdc.inf_f8cccc79 oder ähnlich geöffnet.
  4. Dort wählt man jetzt nach den Dateien atapi.sys, intelide.sys, pciide.sys und pciidex.sys aus und kopiert diese ins erste Fenster nach C:\Windows\System32\drivers.

Damit startete der Rechner wieder. Windows bemerkte die neue Hardware und installierte entsprechend die neuen Treiber.

Eine alternative Anleitung fand ich auf WinTotal.de.

Wiederherstellung des Auslieferungszustandes: „Der fantastische Code Purple“

Der Problemrechner war von HP. Ich wechselte das Mainboard gegen ein fremdes Produkt aus, und das gefiel dem Wiederherstellungsprozess gar nicht. Beim Hochfahren nach der Wiederherstellung erschien eine Fehlermeldung:

Ihr System hat einen Konfigurationsfehler erkannt. Bitte rufen Sie die in Ihren Garantie- und Lizenzinformationen angegebene Kundendienstnummer an, um technische Unterstützung zu erhalten. (Code Purple)

Die Lösung für das Problem fand sich in den HP-eigenen Foren:

  1. Wenn die Fehlermeldung am Bildschirm ist, Umschalt+F10 drücken.
  2. Es erscheint ein Fenster mit der Kommandozeile. Dort gibt man den Befehl ein:
    notepad C:\hp\bin\checkdmi\checkdmi.cmd
  3. Nun öffnet sich ein Texteditor. Am besten fügt man gleich am Anfang die folgende Zeile ein und rückt den restlichen Text um eine Zeile nach unten:
    goto cleanup
  4. Nach dem Speichern (Strg+S) kann der Rechner neu gestartet werden. Die Fehlermeldung erscheint nicht mehr.

Original-Windows-Neuinstallation: „Wer braucht schon einen Hersteller?“

Statt dem Recovery-Image, das der Hersteller bereitstellt, kann auch gleich das Original von Microsoft verwendet werden. Glücklicherweise stehen alle Installationsmedien online zur Verfügung.

Heidoc.net hat die Links mit Erklärungen zusammengestellt:

Hiren’s BootCD: „Retter in der Not“

In der ganzen Aufregung hatte ich einen treuen Begleiter an meiner Seite. Hiren’s BootCD startet von der CD in ein Windows XP und stellt dort eine Menge Werkzeuge zur Verfügung, um einen Windows-Rechner zu reparieren.

Von der Vielzahl der Programme kamen bei der Reparatur zum Einsatz:

  • Seagate DiscWizard: Zum Erstellen von Backups, Durchführen von Restore, das auch dateiweise möglich ist
  • FastCopy: Zum Backup des Benutzerverzeichnisses (für den Fall einer Neuinstallation)
  • Opera Web Browser: Zum Durchlesen der Reparaturanleitung und zum Download
  • Registry Editor: Kann auf der Kommandozeile mit regedit aufgerufen.
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Wieviel Aufpreis darf ein Fair-Trade-Smartphone kosten?

Es tut sich was in der Welt der fair und nachhaltig produzierten Elektronik, wenn auch nur langsam und bei weiten nicht in der Breite, wie es wünschenswert ist. So zeigt das letzte Greenpeace-Ranking, dass noch viel Aufholbedarf für bekannte Markenfirmen besteht, wenn ein bei uns unbekanntes indisches Unternehmen mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz einnimmt.

Um die Situation zu verbessern, möchte ein niederländisches Unternehmen names FairPhone die Messlatte werden, wie nachhaltige Produkte, zu fairen Bedingungen hergestellt, auszusehen haben. Dabei wird der gesamte Produktlebenszyklus betrachtet, von den Arbeitsbedingungen im Bergbau und in der Produktion, in der Verwendung bis hin zur Wiederverwendung und dem Recycling.

Obwohl die Verfügbarkeit erst im dritten Quartal geplant wird, liegen bereits 5.338 Bestellungen vor. Preis? Unbekannt.

Und damit zur anfänglichen Frage: Was darf so ein Telefon mehr kosten als die unfair produzierten Ebenbilder?

Meine Antwort: Nichts.

„Ohne Mehrkosten, das ist nicht möglich.“

Meine These ist eine umgekehrte: Es ist möglich. Man muss nur richtig rechnen, und zwar über den Produktlebenszyklus.

Die jetzigen Smartphones sind nämlich oft nicht nur gegenüber den Arbeitern in der Herstellung unfair, sondern auch gegenüber dem Konsumenten. Um einen Austausch des Geräts nach spätestens zwei Jahren zu erzwingen, werden verschiedenste Strategien angewandt:

  • Marketingmaßnahmen machen den Konsumenten heiß auf das neueste Gerät.
  • Die Hersteller werden hierbei von den Netzbetreibern unterstützt, indem genau zu diesem Zeitpunkt mit einer Vertragsverlängerung das neue Telefon besonders günstig (über die Gebühren subventioniert) gekauft werden kann.
  • Verschleißteile wie Batterien sind teilweise nicht tauschbar.
  • Bei manchen Geräten sind mechanische Komponenten wie die Tastatur kaum mehr verwendbar, aber eine Reparatur manchmal unmöglich. („Kaufen Sie lieber ein neues, das ist billiger.“)
  • Reparaturen können nur beim Hersteller durchgeführt werden, z. B. weil Komponenten verklebt oder Spezialwerkzeuge erforderlich sind.
  • Niederwertige Kunststoffe zeigen deutliche Abnutzungsspuren.
  • Software-Updates sind nicht mehr erhältlich.

Ein faires Telefon sollte auch gegenüber dem Kunden fair sein. Das bedeutet Reparaturfähigkeit, hochwertige Materialen, höchste Qualität bei den Komponenten, Austauschbarkeit von Verschleißteilen.

Wenn man dadurch die Lebensdauer auf das Doppelte verlängern kann, wäre ein doppelter Einkaufspreis gerechtfertigt.

„Ohne Mehrkosten heißt aber gleicher Einkaufspreis.“

Meine zweite These: Auch das ist möglich.

Überlegen wir uns, was bei einem modernen Smartphone, nehmen wir das iPhone 4S, die Produktionskosten sind. Nach Berechnungen von iSuppli sind das ca. 150 Euro. Aktuell kostet es auf Geizhals 549 Euro, ohne Umsatzsteuer also ca. 450 Euro. Bleiben 300 Euro für Transport, Vertrieb, Hardware- und Softwareentwicklung, Design, Marketing. In den ersten 14 Wochen wurden 37 Millionen Stück davon verkauft, also sind die einmaligen Entwicklungskosten pro Gerät in einem vernachlässigbaren Rahmen.

Ein faires Phone wird sicherlich nicht diese Stückzahlen absetzen, hat aber andere Möglichkeiten. Der Einsatz eines Open-Source-Betriebssystems wie Jolla kann geringere Entwicklungskosten bedeuten. Die Reduktion des Marketings setzt Mittel frei, die für faire Produktionsbedingungen genutzt werden können.

Im Endeffekt kann durch faire Verteilung der Kuchenstücke ein faires Telefon im Preisrahmen von High-End-Geräten produziert werden.

Mehr zum Thema gibts beim twenty twenty am 13. Februar im Hub Vienna.

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Gamification: Achtung, Gefahren!

Das kommende 2020 beschäftigt sich unter dem Titel Bildung. Arbeit. Leben. – Ein Spiel! mit Gamification. Ferner stellt es die Fragen:

  • Wie kann Gamification zur Lösung aktueller Probleme betragen?
  • Wenn Menschen durch Spiele klüger und fitter werden, können sie vielleicht auch kreativer, umweltbewusster oder politisch aktiver werden?

Die Fragen können leicht beantwortet werden: Ja, das Verhalten von Menschen kann durch „Spielifizierung“ geändert werden. Wie? Indem die richtige Balance gehalten wird.

Gamification ist ein mächtiges Werkzeug, und wie jedes gute Werkzeug birgt es auch Gefahren.

It’s all about motivation!

Gamification soll eines machen: Motivieren. Es soll Motivation schaffen, Aufgaben zu erledigen, sein Verhalten zu ändern, etc.

Motivation ist aber ungleich Motivation, nach der Selbstbestimmungstheorie gibt es ein breites Spektrum:

Das Spektrum der Motivation reicht von Amotivation über Extrinsische Motivation bis zur Intrinsischen Motivation. Das Ziel von Gamification ist es, aus einer Atomivation den Zustand der intrinsischen Motivation zu erreichen.Ziel von Gamification ist es, ein Verhalten, für das keine oder wenig Motivation (im Diagramm links) besteht, durch externe Faktoren (z. B. Auszeichnungen) für den Spieler interessant zu machen, sodass sich über die angezeigten Stufen eine intrinsische Motivation ergibt.

Beispiel: Jemand weiß, dass er mehr Bewegung machen sollte, kann sich aber nicht dafür motivieren. Über motivierende Maßnahmen (Empfehlung des Arztes, Gruppendruck, …) beginnt die Person, regelmäßig laufen zu gehen. Irgendwann kommt der Punkt, wo das Laufen der Person Spaß bereitet – es sind keinen externen Motivatoren mehr erforderlich.

Die Gefahr bei Gamification ist, dass sich die Richtung umdreht, dass sich eine intrinsische Motivation in eine extrensische verwandelt. Der Effekt wird Korrumpierungseffekt genannt und wurde in mehreren Studien bestätigt: So hat man in einer Studie Kinder Bilder malen lassen. Ab einem bestimmten Punkt wurde eine Gruppe von Kinder für das Malen belohnt, in sachlicher Form bzw. in verbaler Form. Als die Belohnungen eingestellt wurden, war die Motivation verschwunden, die intrinsische Motivation durch eine extrinsische ersetzt worden.

Gamification = Spielen = Freiwillig

Wie Johan Huizinga in seiner Definition des Spiels aussagt, handelt es sich um eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung. Mit verstärktem Einsatz der Gamification-Techniken hege ich die Befürchtung, dass das Prinzip der Freiwilligkeit in Vergessenheit gerät.

Stellen wir uns das an einem krassen Beispiel vor: Nehmen wir an, soziales und nachhaltiges Engagement kann über eine Internetanwendung erfasst werden, z. B. wenn ich Energie spare, meiner Nachbarin beim Einkauf helfe, etc. Anhand der Tätigkeiten erhalte ich Punkte und Abzeichen. Die Anwendung zeigt mir auch, wie mein Verhalten im Vergleich zu den Nachbarn ist. Im Bereich Energiesparen wurden mit derartigen Anwendungen messbare Erfolge erzielt.

Im nächsten Schritt wird dieses System genommen und jedem Bürger die Teilnahme verordnet. Alle Bürger werden über die Punktezahl plötzlich vergleichbar. Nicht nur, dass es wie oben skizziert zu einer massiven Verschiebung der Motivation kommen kann, ist dieses System nicht mehr als Spiel zu bezeichnen. Es ist Zwang.

Conclusio

Die Anwendung von Gamification kann an vielen Stellen helfen, die erforderliche Motivation zu erzeugen, um ein gesetztes Ziel zu erreichen. Es ist ein starkes Werkzeug, das über Erfolg und Misserfolg eines Anliegens entscheiden kann.

Gleichzeitig muss man sich immer der Gefahren bewusst sein, die ein derartiges System beinhaltet. Gamification kann und wird daher nicht die Antwort auf alle Fragen sein.

Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, dem empfehle ich die Coursera-Vorlesung bei Kevin Werbach von der Universität Pennsylvania. Die Teilnahme an der 6-wöchigen Vorlesung ist kostenlos. Anmeldungen sind bereits möglich, der Termin für 2013 steht aber noch nicht fest. Kevin Werbach hat auch gemeinsam mit Dan Hunter das Buch For The Win geschrieben, das vor ein paar Wochen erschienen ist. Der Blog gamifyforthewin stammt ebenfalls von diesen Personen.

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Meine erste Gemeinderatssitzung

Gestern war die konstituierende Sitzung des Osliper Gemeinderats, dem ich nun offiziell und angelobt angehöre. 43 Wahlen und 11 Abstimmungen haben zu einer Dauer von 2¼ Stunden geführt, 15 Tagesordnungspunkte standen am Programm.

Vor dem Start wurde die Tagesordnung diskutiert. Paul Walzer (SPÖ) wünschte sich die Streichung der Punkte 14. Grundstücke Nummer 2917/1 und 2917/109 – Widmung Öffentliches Gut wie auch 15. Änderung der Gebühren für die Benützung der Altstoff-Sammelstelle. Erster Punkt wurde tatsächlich von der Tagesordnung abgesetzt, der zweite blieb nach einer Erläuterung des Bürgermeisters Johann Schumich (ÖVP), was hier geplant ist, erhalten.

So konnte mit einer endgültigen Tagesordnung die Sitzung starten. Punkt 1. Angelobung der neu gewählten Gemeinderatsmitglieder wurde mit einer Rede des Bürgermeisters begonnen, ehe die Gelöbnisformel verlesen und das Gelöbnis durch Handschlag mit dem Bürgermeister und den Worten Ich gelobe abgelegt wurde.

Ich gelobe, die Bundesverfassung und die Landesverfassung sowie die Gesetze der Republik Österreich und des Landes Burgenland gewissenhaft zu beachten, meine Aufgabe unparteiisch und uneigennützig zu erfüllen, die Amtsverschwiegenheit zu wahren und das Wohl der Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern.

Eine Gemeinderätin der SPÖ war nicht anwesend, die holt das bei der nächsten Sitzung nach. D. h. es waren 18 Gemeinderäte da: 10 ÖVP, 7 SPÖ, 1 Grüne.

In Punkt 2. Festlegung der Anzahl der neu zu wählenden Vizebürgermeister wurde diese mit 1 festgelegt.

In Punkt 3. Wahl der einzelnen Mitglieder des Gemeindevorstandes wurde der Vizebürgermeister gewählt: Paul Walzer (SPÖ), sowie drei weitere Vorstandsmitglieder, wo 2 von der ÖVP und 1 von der SPÖ gestellt werden: Ing. Erich Schruiff (ÖVP), Elke Dvornikovich (SPÖ), BA Stefan Bubich (ÖVP). Wie in den Wahlen zu den Ausschüssen werden die Sitze zwischen den Fraktionen nach den Stimmen verteilt, und die jeweiligen Fraktionen wählen dann jeweils einen Kandidaten, der vor der Wahl vom Listenführer vorgeschlagen wird.

Bei der 4. Bestellung des Kassenführers wurde Christian Schumich (ÖVP) durch den Bürgermeister vorgeschlagen. Es gab keinen Gegenkandidaten. 11 Stimmzettel enthielten seinen Namen, 7 blieben leer.

Im Punkt 5. Festlegung der Anzahl der Prüfungsausschuss-Mitglieder; Wahl des Obmanns, des Stellvertreters und der weiteren Mitglieder durfte ich mich selbst wählen. Der Ausschuss hat vier Mitglieder: Obmann MA Simon Schumich (SPÖ), Stellvertreter Gerhard Lippl (ÖVP), Dipl.-Ing. Franz Knipp (Grüne), Silvia Schumich (ÖVP).

Die 6. Wahl des Mitglieds und des Ersatzmitglieds für die Vollversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland hatte eine Besonderheit. Dieser Sitz steht der stimmstärksten Fraktion zu, die ÖVP wählte aus ihren Reihen Johann Schumich bzw. als Ersatz BA Stefan Bubich.

7. Wahl der Mitglieder und Ersatzmitglieder für den Sanitätsausschuss

  • Alois Vukovich (ÖVP, Ersatz Stefan Schumich)
  • BEd Christina Schumich (SPÖ, Ersatz Gabriele Kaspar)
  • Ing. Christian Babonich (ÖVP, Ersatz Mag. (FH) Peter Schneider)

In 8. Wahl des Umweltgemeinderats wurde seitens des Bürgermeisters Silvia Schumich (ÖVP) vorgeschlagen. Vizebürgermeister Paul Walzer (SPÖ) schlug mich vor, ohne dass ich davor davon etwas wusste. Das Ergebnis ergab sich aus den Fraktionsgrößen: 10 Stimmen für Silvia Schumich, 8 für mich.

9. Entsendung von zwei Gemeinderäten in den Feuerwehrbeirat: Dieser Beirat wurde mit Alois Vukovich (ÖVP) und Martin Mileder (SPÖ) besetzt.

Der Punkt 10. Festlegung der sonstigen Ausschüsse und Bestellung der Ausschussmitglieder dauerte am längsten, und ich durfte nur zuschauen. Im ersten Schritt wurde die Anzahl der Mitglieder in den Ausschüssen festgelegt. Der Vorschlag, den Umweltausschuss mit 5 Mitgliedern, alle anderen mit 3 Mitgliedern zu besetzen, wurde mit 17 Stimmen dafür, 1 dagegen angenommen. Hier die Mitglieder der sieben Ausschüsse, an der ersten Stelle jeweils die Obfrau bzw. der Obmann, dann der/die StellvertreterIn:

Berufungsausschuss:

  • BA Stefan Bubich (ÖVP)
  • Elke Dvornikovich (SPÖ)
  • Gerhard Lippl (ÖVP)

Güterwege-Ausschuss:

  • Ing. Erich Schruiff (ÖVP)
  • Martin Mileder (SPÖ)
  • Stefan Schumich (ÖVP)

Umweltausschuss:

  • Christian Schumich (ÖVP)
  • Gerald Gerdenich (SPÖ)
  • Silvia Schumich (ÖVP)
  • Gabriele Kaspar (SPÖ)
  • Dipl.-Ing. Franz Knipp (einstimmig gewählt von den ÖVP-Gemeinderäten)

Ausschuss für Tourismus und Dorferneuerung:

  • Mag. (FH) Peter Schneider (ÖVP)
  • BEd Christina Schumich (SPÖ)
  • Johann Schumich (ÖVP)

Kulturausschuss:

  • Christian Schmich (ÖVP)
  • MA Simon Schumich (SPÖ)
  • Ing. Christian Babonich (ÖVP)

Jugendausschuss:

  • Silvia Schumich (ÖVP)
  • BEd Christina Schmich (SPÖ)
  • BA Stefan Bubich (ÖVP)

Sozialausschuss:

  • Johann Schmich (ÖVP)
  • Gerald Gerdenich (SPÖ)
  • Alois Vukovich (ÖVP)

Ich freue mich, dass ich in den Umweltausschuss gewählt wurde und hoffe auf zahlreiche Ausschuss-Sitzungen.

In Punkt 11. Festlegung der Aufwandsentschädigung wurden einstimmig die Bezüge für Bürgermeister, Vizebürgermeister, sowie Mitglieder des Gemeindevorstandes sowie des Kassenführers gemäß des Gemeindebezügegesetzes bestätigt. Auf Antrag von BA Stefan Bubich (ÖVP) wurde die pauschalierte Reisekostenentschädigung in der Höhe von € 750 pro Jahr für den Bürgermeister mit 16 Für-/2 Gegenstimmen angenommen. Ein Antrag für eine ähnliche Pauschale für den Vizebürgermeister in der Höhe von € 375 pro Jahr wurde mit 8 Für-/10 Gegenstimmen abgelehnt.

Als Gemeinderat verdiene ich nichts. Pro Sitzung werden mir € 35 als Sitzungsgeld ausbezahlt.

In 12. Festlegung der Zeichnungsberechtigten für Anweisungen wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst: Zwingend ist die Unterschrift des Kassenführers Christian Schumich (ÖVP) erforderlich, als zweite Person unterschreibt der Oberamtmann Herbert Mihalits, bei dessen Verhinderung Ing. Erich Schruiff (ÖVP).

Ebenfalls einstimmig erfolgte die 13. Bestellung eines Bau-Amtssachverständigen: Das ist jetzt Architekt Dipl.-Ing. Hermann Schwarz aus Krensdorf.

Zu Punkt 15. Änderung der Gebühren für die Benützung der Altstoff-Sammelstelle erfuhren wir, dass ein Unternehmen den Baum- und Strauchschnitt kostenlos entsorgt, sodass dafür den Oslipern keine Gebühren mehr verrechnet werden. Für Grünschnitt und Laub fallen weiterhin die Gebühren an.

Ich regte hier eine Ausweitung der Öffnungszeiten (derzeit Freitag 11 bis 12 Uhr, Samstag 12 bis 13 Uhr) an, was seitens der Bürgermeisters als Diskussionsthema für die nächsten Sitzungen aufgenommen wurde. Außerdem wurde mir zugesagt, dass es bei größeren Mengen möglich ist, dass bei Anruf im Gemeindeamt auch außerhalb dieser Öffnungszeiten der Zutritt gewährt werden kann.

Der Antrag, Baum- und Strauchschnitt ab sofort und bis auf weiteres kostenlos zu entsorgen, wurde einstimmig angenommen.

Punkt 16. Allfälliges enthielt eine Reihe von Wortmeldungen zu verschiedenen Themen: Ehrung ausgeschiedener GemeinderätInnen, Abgabe der Einladungen an Ersatzpersonen, Termin für die erste Sitzung des Kulturausschusses, der die Adventfenster organisiert, Geschwindigkeitsanzeige beim Kinderspielplatz.

Zwei Punkte brachte ich ein. Das erste war eine Anfrage an den Bürgermeister betreffend der Elternabende im Gemeindekindergarten und -hort (Download der Anfrage). Der späteste Zeitpunkt des ersten Elternabends als auch die Einladungsfrist sind im Gesetz festgelegt, beides wurde weder beim Kindergarten noch beim Hort eingeladen. Die Antwort des Bürgermeisters war, dass er bewusst die Elternabende nicht vor der Bürgermeisterwahl machen wollte, weil ja zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, ob er wieder Bürgermeister werden würde. Es entstand eine Diskussion über die Notwendigkeit seiner Anwesenheit bei den Elternabenden bzw. über den Elternabend selbst. Immerhin wurde zugesagt, in Zukunft auf derartige Bestimmungen zu achten.

Der andere Punkt ergab sich kurzfristig: Als ich heute früh am Weg nach Wien, wurde ich bei einer Kreuzung im Nachbarort von einem Auto gestreift, dass die Stopp-Tafel überfuhr. Eine mögliche Lösung wäre, hier den Bus schon vor der Kreuzung stehen zu lassen, sodass die Straße vor dem stehenden Bus überquert werden kann. Also fragte ich nach, welche Stelle mir weiterhelfen könnte, um hier eine Verbesserung zu erreichen.

Um etwa 21:15 Uhr war die Sitzung vorbei, und ich gesellte mich zu den anderen GemeinderätInnen, um fernab der Tagesordnung noch das eine oder andere Wort zu wechseln.

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Der Weg zur kostenfreien ETS-Lizenz

Mein Bürobau ist schon weit voran geschritten, in der letzten Woche wurden die Elektroleitungen verlegt. Der Überblick aus April zeigt eine Menge Möglichkeiten. Letztendlich habe ich mich für KNX entschieden. Das mag zwar nicht die billigste Lösung sein, aber dafür kann ich herstellerunabhängig auf viele Komponenten zurückgreifen.

Ein Kritikpunkt war auch die mangelnde Programmierbarkeit durch mich. Für den ersten Schritt habe ich hier eine Lösung gefunden.

ETS – das Werkzeug der Wahl

Zum Programmieren des Bus-Systems verwendet man die Engineering-Tool-Software (ETS), die seitens der KNX Association bereitgestellt wird. Die Software kann kostenfrei heruntergeladen werden, dazu muss man sich im KNX Onlineshop registrieren und anmelden.

  1. Im KNX Onlineshop registrieren.
  2. In den Download-Bereich wechseln.
  3. ETS4 auswählen
  4. Download starten

Nach Download der rund 400MB großen Datei kann die Installation starten. Die Systemvoraussetzungen sind recht großzügig. In jedem Fall gilt zu beachten, dass auf dem Systemlaufwerk (üblicherweise C:) genügend Platz vorhanden ist – es erfolgt keine Abfrage des Installationsorts.

Starten mit der Demo-Lizenz

Die so installierte Version enthält die Demo-Lizenz, d. h. ein Projekt ist auf drei Geräte beschränkt. Das ist zum Kennenlernen in Ordnung und kann auch zum Programmieren einzelner Geräte verwendet werden.

Wie man mit der Software umgeht, lernt man am besten im KNX eCampus. Dann klappt der Einstieg in die Welt dieses Bus-Systems. Nebeneffekt: Bei Absolvieren des Kurses erhält man eine Lite-Lizenz, die das Erstellen von Projekten mit bis zu 20 Geräten erlaubt.

Auf die virtuelle Schulbank

  1. Im Onlineshop findet man den eCampus auf der Infoseite.
  2. Der eCampus ist der erste Link.
  3. Und hier ist der Link in den eCampus.
  4. Im eCampus ist eine neuerliche Registrierung erforderlich.
  5. Der Kurs startet beim Klick auf Lektionen.

Der Kurs lehrt die KNX-Grundlagen und zeigt, wie man mittels ETS ein Projekt aufbaut, und zwar vom Import der Produktdatenbanken über den Aufbau der Gebäudestruktur, dem Hinzufügen von Geräten und dem Verbinden derselben bis zum Download der Konfiguration in die Geräte.

Die Kursinhalte werden sehr gut vermittelt. Es gibt Videos als auch eine Simulation der Software. Jedes Kapitel schließt mit einem einfachen Quiz ab. Dieses lässt sich wiederholen, um sich zu verbessern. Nach spätestens zwei Stunden weiß man alles, um sich in der Welt von ETS zurechtzufinden. Man erhält ein Zertifikat zum Download und sollte ein paar Tage später die Lizenz im Online-Shop vorfinden.

Ausblick

Der Kurs gibt eine gute Einführung in die Software und die dahinter stehenden Konzepte. Die Lite-Lizenz erlaubt die Projektierung von Bus-Installationen mit bis zu 20 Geräte, was bei einem einfachen Einfamilienhaus reichen sollte. Bei meinem Büro wird es schon knapp. Jedenfalls gibt es jetzt keinen Grund mehr, KNX nicht zu verwenden, weil ich mir die Installation nicht selbst anpassen könnte.

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Fahrplan 2012

Wie schon letztes Jahr habe ich wieder einen Fahrplan für den Ort gebastelt, wo alle wichtigen Verbindungen verzeichnet sind.

Download

Für Fragen, Hinweise, Ergänzungen steht unten die Kommentarfunktion zur Verfügung.

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Schulbeginn

Sarah hat die ersten beiden Schultage erfolgreich hinter sich gebracht. Es gefällt ihr und sie hat eine nette junge Lehrerin. Heute bleibt sie zum ersten mal bis halb 5 im Hort. Auch Samuel für Samuel ist das Mittagessen im Kindergarten eine Premiere.
Mittwoch ist damit der einzige Tag wo ich lange arbeiten kann, an den anderen Tagen kommen die Kinder mittags nach Hause.

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Galaxy Nexus: Erster Kontakt mit dem neuen Androiden

Das Samsung Galaxy Nexus lag ein paar Wochen zuhause, bevor ich die Zeit und Muse hatte, es mir im Detail anzusehen. Es war das erste Telefon, das mit der neuesten Version von Googles Android ausgeliefert wurde, nämlich 4.0, Codewort Ice Cream Sandwich (ICS).

Aussehen: Innen und außen

Die Unterschiede zu den Vorversionen offenbaren sich nach der Inbetriebnahme:

  • Die Standardtasten am unteren Ende gibt es zwar noch, aber sie sind nun im Bildschirmbild integriert. Das bedeutet, dass z. B. beim Ansehen von Videos und Fotos noch mehr Platz zur Verfügung steht.
  • Außerdem musste dort die Taste für die Einstellungen Platz für eine neue Funktion machen, die die offenen Applikationen zeigt.
  • Das Erscheinungsbild wurde überarbeitet und wirkt jetzt aufgeräumter. Nachdem vor ein paar Monaten Android Design Richtlinien veröffentlicht wurden, ist zu hoffen, dass auch die Applikationen nachziehen, um ein konsistentes Erscheinungsbild anzubieten.

Von außen betrachtet bewegt sich Samsung mit dem Galaxy Nexus auf bekanntem Terrain: Kunststoffgehäuse, Deckel wie gewohnt abnehmbar, unauffälliges Dunkelgrau. Das Gehäuse des Nokia Lumia 800 hat mich mehr beeindruckt.

Erste Disziplin: Kontakte übernehmen

Im ersten Schritt müssen meine Kontakte auf das Telefon. Eine Funktion zum Übernehmen der Kontakte direkt vom iPhone, welches das Nokia Lumia 800 auszeichnete, gibt es leider nicht. Dafür kommt das Telefon mit Adressbüchern im vCard-Format zurecht. Also kopierte ich das Adressbuch über USB auf das Telefon und wählte in der Kontakte-Applikation Kontakte aus einer Datei importieren. Die Datei wird automatisch gefunden, ein paar Minuten später sind alle Kontakte vorhanden.

Photoshooting mit Panorama

Die 5-Megapixel-Kamera macht Bilder in gewohnter Qualität. Die Auslöseverzögerung ist erfreulich kurz. Es ist bloß unangenehm, dass dafür keine echte Taste zur Verfügung steht, sondern auf den Bildschirm getippt werden muss – etliche Male schaltete ich das Telefon einfach ab, weil ich die Ein/Aus-Taste zum Auslösen verwenden wollte.

Ein Feature hat jedoch in Windeseile mein Herz erobert: Es ist eine Panorama-Funktion eingebaut, wo man einfach das Telefon dreht, um es aufzunehmen. Eine Anzeige warnt davor, wenn man zu schnell ist. Die Fotos haben 3688×676 Pixel.

Missing Features

Im Vergleich zum Samsung S2 gingen mir zwei Programme ab: Der Samsung App Store ist für dieses Gerät nicht verfügbar, sodass man ohne Google-Account mit dem Telefon nicht so viel anfangen kann. Leider ist die anonyme Benützung mancher Programme nicht möglich. Z. B. fragt Google Maps beim Start nach dem Google-Account und beendet, wenn man diesen nicht eingeben möchte. Die Navigation funktioniert wiederum.

Das zweite Programm, das mir fehlt, ist Kies Air. Damit kann man beim S2 über den Webbrowser auf die Inhalte des Telefons zugreifen, was mir sehr gut gefällt, weil es unabhängig von einer Software macht, die möglicherweise nur unter bestimmten Betriebssystemen verfügbar ist.

Fazit

Abgesehen von der eingeschränkten Verwendbarkeit, wenn man es nicht mit dem Google-Account verbinden will, hat mir das Telefon sehr gut gefallen. In mancher Hinsicht ist mir der Rückstieg auf mein Apple iPhone 4S schwer gefallen.

Notiz an mich selbst: Screenshots erstellt man durch langes, gleichzeitiges Drücken der Ein/Aus- sowie der Lautstärke-runter-Taste.

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Und noch einmal in der Zeitung

Mir ist gestern total entgangen, dass auch die 14-tägig erscheinende Pannonische, Ausgabe Eisenstadt, einen Artikel über den Spatenstich unter Wirtschaft & Politik erstellt hat.

Pannonische Eisenstadt, KW30, 26. Juli 2012, Seite 10

Dort ist das Foto scharf 🙂

Die Pannonische kann auch online gelesen werden.

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Der Spatenstich in den Medien

Am Montag vor einer Woche feierten wir den ersten Spatenstich. Von den Medien war niemand da, also schickte ich noch eine zweite Pressemitteilung mit einem Foto aus. Eine Redakteurin meldete sich daraufhin bei mir, weil das Foto so unscharf war – also ahnte ich bereits, dass sich da was tut. Dass ich mich in der heutigen Zeitung gleich auf 3 Seiten wiederfand, hätte ich aber nicht vermutet. Das ist ein toller Erfolg.

Bezirksblätter Eisenstadt, Ausgabe 30, 25./26. Juli 2012, Seiten 1, 2, 5

Ziel ist es, mein Unternehmen lokal bekannt zu machen, und das ist mir damit gelungen: In meinem E-Mail-Postfach befindet sich schon die erste Bewerbung.

Was mit dem Foto passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen, das sieht in Wirklichkeit viel schärfer aus.

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Woche 2: Die Bodenplatte

In der ersten Woche konnte alles planmäßig beendet werden, um diese Woche den Grundstein für das neue Gebäude zu legen. Den Beginn machte am Montagmorgen die Lieferfirma für die Fernwärmeleitung, die das Büro mit der Heizung des Wohnhauses verbinden wird.

Offizieller Baubeginn war der Spatenstich. Der Osliper Bürgermeister Johann Schumich war da, meine Geschäftspartner Niko Alm und Christoph Hofer von Super-Fi kamen aus Wien. Mein Planer war ebenfalls vor Ort.

Fotos wurden gemacht, mit einem Glas Jana angestoßen, das von der Osliper Bäckerei organisierte Jour-Gebäck gegessen. Währenddessen setzten die Bauarbeiter ihre Tätigkeit fort und stellten das Streifenfundament her. Der erste Einsatz für den Betonmischwagen. Darauf wurde eine Reihe Schalsteine gestellt.


Am Dienstag wurden das Heizungsrohr, die Wasserleitung, viele Elektroschläuche und die Kanalrohre verlegt. Darauf kamen ein paar m³ Rollschotter. Zuletzt wurde die Verschalung angebracht.


Bevor der Betonmischwagen kommen konnte, wurden am Mittwoch eine Kunststofffolie sowie Baustahlmatten auf den Schotter gelegt. Kaum wurde der Beton geliefert, ging es ganz schnell, und man konnte der Vollendung der Bodenplatte zusehen.


Am Donnerstag waren die Arbeiter nur kurz zum Ausschalen da.

Jetzt ist eine Woche Ruhe auf der Baustelle. Lediglich der Zimmermann kommt in den nächsten Tagen, um die Naturmaße zu nehmen. Danach ist wieder der Bagger da, damit die Leitungen ins Wohnhaus verlegt werden.

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Woche 1: Abbruch der bestehenden Gebäude

qnipp baut ein Büro, und nach mehreren Monaten Planungsphase, dann Bauverhandlung und Wartefrist, startete diese Woche die Umsetzung des Projekts mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude.

Den Großteil der Dachziegel haben Freunde und ich abgedeckt, um sie aufzuheben bzw. bei anderen Hütten und Lagerplätzen wiederzuverwenden. Die Fenster und Türen haben mittels Willhaben ein neuen Einsatzort gefunden. Also war von meiner Seite alles vorbereitet, dass am Montag der Dachstuhl entfernt werden konnte.

Beim letzten Schnitt erwischte der Arbeiter das Stromkabel, das über den alten Dachboden zu unserem Haus führt – erster Stromausfall diese Woche. Danach war der Bagger im Einsatz, um Stück für Stück das alte Gebäude abzubrechen.



Die zweite Unterbrechung der Stromversorgung war am Dienstag, wo unser Wohnhaus an eine andere Leitung gehängt wurde, damit keine stromführenden Teile mehr im Abbruchobjekt waren.

Am Mittwoch war für den Bagger anfangs Ruhetag. Stattdessen waren der Stromversorger und ein Elektrounternehmen damit beschäftigt, den Verteilerkasten aus der Wand des alten Hauses auf die andere Seite des Gehsteigs zu verlegen – das dritte Mal ohne Strom. Dieses Mal waren auch die Nachbarn betroffen.

Kaum war das erledigt, war schon wieder das Abbruchunternehmen vor Ort, um die Arbeit fortzusetzen. So blieben wir trotz der ungeplanten Unterbrechungen im Zeitplan.


Das neue Gebäude grenzt unmittelbar an ein Nachbarhaus, das geschätzt über 100 Jahre alt ist. Weil es keine Pläne gibt, war unklar, wie das Fundament ausgeführt ist. Entsprechend wurden im Baubescheid mehrere Auflagen erteilt, um sicherzustellen, dass das Anrainerobjekt durch unsere Bautätigkeit nicht gefährdet wird. Eine davon war die Durchführung eines Probeschlitzes. Der Bagger arbeitete entlang der Wand vorsichtig tiefer, per Hand wurde die Erde von der Wand entfernt. Als wir bei 130 Centimeter Tiefe auch noch immer Fundament vorfanden, war große Erleichterung spürbar. Die Fundamente meines Hauses reichen nur 105 Centimeter tief (es bekommt keinen Keller), sodass hier keine zusätzlichen Maßnahmen wie beispielsweise das Unterfangen des Hauses erforderlich sind.

Am Freitag wurden die Reste des Hauses weggeräumt. Am Nachmittag wurde der Regen so stark, dass die Arbeit beendet wurde, um die Straße nicht zu stark zu verschmutzen. Meine Baustellentafel wurde ebenfalls geliefert, und ich verbrachte den Abend mit der Montage derselben.

Heute, Samstag, war der Bagger noch einmal im Einsatz, um das endgültige Niveau herzustellen, damit nächste Woche die Fundamente und die Bodenplatte hergestellt werden.

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Großes Mädchen, großes Fahrrad

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Bald hat die qnipp GmbH ein eigenes Büro

Der Einreichplan ist fertig, das Bauansuchen gestellt, der Termin für die Bauverhandlung festgelegt, d. h. die nächste große Baustelle steht (zeitlich und örtlich) vor der Tür.

Wer es mitverfolgen will, braucht einfach nur regelmäßig am qnipp-Blog+ vorbeischauen bzw. diese Suche nutzen.

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Google+ und Facebook

Neben diesem Blog gibt es ein paar andere Plattformen, auf denen ich mein Unwesen treibe meine Gedanken und Ideen austausche. Vieles davon ist öffentlich, d. h. es ist nicht notwendig, dass man sich anmeldet, um die Beiträge lesen zu können.

Aktuell teste ich, inwieweit Google+ als Micro-Blogging-Plattform für meine Firma verwendet werden kann. Das bedeutet, dass es dort alle Neuigkeiten zu erfahren gibt. Ich bin schon sehr interessiert, ob es funktioniert.

Wer sie noch nicht kennt: Die Homepage der qnipp GmbH ist nun auch schon ein paar Wochen online.

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Linuxwochen 2012: jQuery – JavaScript „2.0“

Inzwischen ist es ein Monat her, dass ich den Vortrag bei den Linuxwochen Eisenstadt über jQuery hielt. Wie ich vermutete, hatte ich ich ziemlich Mühe, die geplanten Punkte in die knappe Zeit einer Dreiviertelstunde zu packen.

Vortragsunterlagen

Anstatt einer OpenOffice.org-Präsentation wurde alles in eine HTML-Datei gepackt. Zur Bedienung wurden mittels JavaScript die Seitenwechsel-Tasten ausgewertet, sodass das ganze gut bedienbar war.

Die Präsentation ist hier zu finden.

Programmierbeispiele

Im Zuge der Präsentation zeigte ich anhand von zwei Beispielseiten, wie jQuery eingesetzt werden kann:

HTML Formular

Ziel ist der Umbau eines HTML-Formulars auf die Verwendung von AJAX, inklusive der Darstellung von Fehlern, die der Server für einzelne Felder zurückmeldet. Außerdem soll die Beschriftung in das Eingabefeld gesetzt werden, um Platz zu sparen.

In den obigen Links fehlt die Webserver-Komponente, dadurch gibt es keine Antworten, wenn das Formular abgeschickt wird. Der Webserver ist in Go programmiert und kann nach Download und Installation dieser von Google entwickelten Programmiersprache lokal ausgeführt werden. Der Quellcode steht auch in der ZIP-Datei zur Verfügung.

Wichtig ist, dass zur korrekten Funktion des AJAX-Requests die Webseite und das Ziel des AJAX-Requests auf derselben Adresse liegen. Ansonsten wird der AJAX-Request vom Browser unterdrückt, um eine Cross-Site-Scripting-Attacke zu verhindern. Sobald der Webserver läuft, muss auf das Formular über http://localhost:8080/htmlform.html zugegriffen werden.

Twitter Timeline

Das zweite Beispiel zeigt, wie mittels JSONP ein Aufruf auf ein JavaScript auf einem fremden Server möglich ist, wobei die Verwendung von jQuery diesen Zugriff enorm erleichtert. Außerdem zeigt das Beispiel, wie Event-Handler auf Elemente, die erst später erzeugt werden, eingesetzt werden und einfache Animationssequenzen umgesetzt werden können. Dazu muss einfach auf eines der Ergebnisse geklickt werden.

Fertiges Beispiel

Download

Alle Dateien stehen hier in einer ZIP-Datei zum Download bereit.

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Nokia 700: Das grüne Smartphone

Drei Wochen lang war ein Nokia 700 mein Begleiter, durfte meine Telefonate führen, SMS empfangen, mich durch Ostösterreich navigieren. Das Telefon ist kleiner und leichter als andere Telefone, die ich in den letzten Monaten testete. Es hat alles, was man von einem aktuellen Smartphone erwartet: Touchscreen, Kamera (5 Megapixel), WLAN, Bluetooth, GPS. Es bietet auch NFC zur Kommunikation mit anderen Mobiltelefonen an, welches ich jedoch nicht testete. Prägnant ist der breite Lautsprecher auf der Vorderseite.

Aller Anfang ist schwer

Bevor ich mehrere Wochen auf ein Mobiltelefon vertraue, muss ich die Kontaktdaten auf das Gerät überspielen. Während das Nokia Lumia 800 einen entsprechendes Tool mitbrachte, um sogar die Daten aus dem iPhone herauszukitzeln, dauerte es bei diesem Gerät länger, ehe ich loslegen konnte. Es gibt zwar ein Tool von Nokia, aber das funktioniert nur zwischen Nokia-Geräten (vermutlich nur zwischen Symbian-Geräten). Ein Weg wäre über die Nokia PC Suite gewesen, aber ich versuchte, ohne Installation einer Software unter Windows auszukommen.

Der nächste Versuch war die Verwendung einer VCF-Datei mit allen Kontakten. Das Überspielen auf das Mobiltelefon über USB klappte problemlos, allerdings wurde nur der erste Kontakt davon in das Adressbuch importiert.

Abhilfe schaffte schließlich die Verwendung von SyncML, unter Zuhilfenahme von SyncEvolution, sodass ich mit dem Test starten konnte.

Symbian Belle

Das Gerät wird mit der neuesten Version des Nokia-eigenen Betriebssystems Symbian ausgeliefert. Im großen und ganzen läuft es sehr gut. Nokia-typisch ist die Vielfalt in den Einstellungen, und auch die Unterstützung diverser Protokolle. Fast alles, was in den letzten 12 Jahren irgendwann technisch möglich war, wird nach wie vor unterstützt.

Trotz eines 1GHz-Prozessors ruckelte die Anzeige hin und wieder. Hier wird man das Gefühl nicht los, dass es eine weitere Version braucht, bis das Touch-Feeling in Symbian zu 100% angekommen ist.

Auch mit der Benutzeroberfläche hatte ich manchmal meine Probleme. Dass die Bildschirmtastatur bei der Gerätegröße im Hochformat schwer zu bedienen ist, wunderte mich nicht – vermutlich wäre ich mit T9 auf einer Tastatur schneller am Ziel gewesen.

Größtes Problem hatte ich jedoch mit den Hardware- und Softwaretasten am Startschirm. Hier stehen insgesamt sechs Flächen zur Verfügung:

  • Am Schirm: Menü, Telefon, Einstellungen
  • Als Hardwaretasten: Telefon abheben (grün), Menü, Telefon auflegen (rot)

Mir passierte sehr oft, dass ich das grüne Telefon drückte, weil ich telefonieren wollte. Stattdessen landete ich in der Anruferliste – die Logik ist da dieselbe wie bei den Telefonen mit Tastatur, wo man jedoch mit 12 Zifferntasten ein neues Telefonat starten konnte. Diese stehen nun nicht mehr zur Verfügung, sodass man bei einer geöffneten Applikation zwar eine Taste zur Wahlwiederholung vorfindet, jedoch keine, um ein neues Telefonat zu starten. Auch verstehe ich nicht, warum die Menütaste bei den Startschirmen redundant vorhanden ist.

Hier sehe ich das größte Verbesserungspotenzial für dieses Telefon bzw. für Symbian im allgemeinen. Mir ist schon klar, dass das Betriebssystem auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Geräten im Einsatz ist, aber da muss man auch einmal ein bisschen Mut zeigen und mit alten Konventionen brechen.

Die Integration neuer Ideen (die man schon von anderen Smartphones gewohnt ist) klappt hervorragend: Aus der oberen Statusleiste lässt sich ein Statusfenster aufziehen, wo WLAN, Bluetooth oder der Datentransfer ein- und ausgeschaltet werden können.

Was mir im Gegensatz zu den anderen Smartphone-Betriebssystemen sehr gut gefällt, ist der Umstand, dass keine Benutzerregistrierung erforderlich ist, um das Telefon und die vorinstallierte Software zu verwenden. Updates stehen zur Verfügung, Karten für die Navigation können heruntergeladen werden.

Die Nokia-Navigationslösung gefällt mir immer wieder sehr gut. Hier wird eine vollständige Lösung mitgeliefert, die ein klassisches Navi im Auto ersetzen kann – vor allem dadurch, dass die Karten nicht online bezogen werden müssen, sondern ins Gerät installiert werden, was bei Fahrten ins Ausland einen entscheidenden Vorteil darstellt.

Das Öko-Handy

Die erste Information über das Telefon bekam ich aus einer Presseinformation, wo hervorgehoben wurde, dass es sich um das umweltfreundlichste Nokia-Smartphone handelt. Dazu tragen genauso die verwendeten Materialien, die zum Teil aus dem Recycling stammen, bei, wie auch der geringe Energieverbrauch in der Verwendung und beim Laden.

Hier könnte Nokia durchaus ein bisschen eine Vorreiterrolle auf seine Fahnen heften, um den nachhaltig orientierten Konsumenten anzusprechen. Es ist schade, dass das nicht passiert: Weder auf der Verpackung ist irgendein Hinweis dazu, noch findet man sie auf der Website von Nokia Österreich. Lediglich die englische Seite von Nokia Europe gibt einen Hinweis, bezeichnenderweise ganz am Ende. Immerhin erwartet einen dort eine mehrseitige PDF-Datei, die den ökologischen Fußabdruck des Telefons detailliert beschreibt.

Besonders anschaulich finde ich die Bemerkung, wo der ökologische Fußabdruck auf eine Größe zusammengefasst wird:

These figures represent the estimated environmental impact of this device over a product life cycle including 3 years of usage. This impact is equal to driving 54 km in a typical family car.

So eine Information würde ich mir für viele Produkte und Tätigkeiten wünschen.

Danke für die Biorama-Redaktion und Nokia für die Zuverfügungstellung des Testtelefons!

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Das iCloud-Adressbuch in Gnome Evolution

Seit ich auf das iPhone umgestiegen bin, verwende ich  Apples iCloud zum Speichern meiner Kontakte und Termine. Am Notebook habe ich Linux Mint installiert und verwende Evolution als E-Mail-Client.

Glücklicherweise bietet iCloud einen Zugriff über standardisierte Protokolle an, sodass ich das Adressbuch einbinden kann. So geht’s:

Herausfinden der URL

Ich verwendete dazu Mozilla Firefox mit Firebug.

  1. Öffnen des iCloud-Logins auf www.icloud.com
  2. Aktivieren von Firebug, um den Datenaustausch aufzuzeichnen.
  3. Wechsel auf den Reiter Netzwerk in Firebug.
  4. Login mit Apple-ID und Kennwort
  5. Wechsel in das Adressbuch

Danach sollte im Firebug ein ähnliches Bild wie das folgende zu sehen sein. Ich verwende den Filter XHR, um nur die interessanten Anfragen darzustellen:

Zwei Werte sind interessant:

  1. Der Server-Präfix, in diesem Fall p05.
  2. Die dsid, die hinter dem gelben Balken versteckt ist – in den weiteren Beispielen nehme ich dafür 123456789.

Aus diesen Werten kann die URL erstellt werden:

https://<serverprefix>-contacts.icloud.com/<dsid>/carddavhome/card

Also mit den Beispielwerten:

https://p05-contacts.icloud.com/123456789/carddavhome/card

Damit ist der erste Teil schon bewältigt.

Einbinden in Evolution

In Evolution kann nun ein entsprechendes Adressbuch unter Datei→Neu→Adressbuch erstellt werden:

  • Art: WebDAV
  • Name: z. B. iCloud
  • Adresse: https://p05-contacts.icloud.com/123456789/carddavhome/card
  • Benutzername: Die Apple-ID, die in der Anmeldung auf icloud.com verwendet wird.

Nach einer Passwortabfrage, wo man das Kennwort zur Apple-ID eingegeben hat, werden die Daten synchronisiert. In Evolution können Änderungen gemacht werden, die automatisch am Telefon aktualisiert werden.

Und Kalender?

Die Einbindung des Kalenders über Caldav scheitert an einem Bug in Evolution. Die URL kann aber mit den erhaltenen Parametern leicht gebildet werden. In meinem Fall gibt es zwei Kalender:

https://<serverprefix>-caldav.icloud.com/<dsid>/calendars/work

https://<serverprefix>-caldav.icloud.com/<dsid>/calendars/home

Alternativ kann man den Kalender auf iCloud öffentlich freigeben, und damit einen Kalender Im Web anlegen. Damit ist jedoch nur lesender Zugriff möglich.

So, damit habe ich nun alle Daten auch am Notebook, also gibt es keine Ausrede mehr, dass ich einen Termin übersehen habe, nur weil mein Mobiltelefon irgendwo herumliegt. Außerdem muss ich die E-Mail-Adressen nur mehr an einer Stelle verwalten.

Versionsinformation: Linux Mint 12, Gnome Evolution 3.2.2

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Osterbäckerei

Gemeinsam mit meinen fleißigen Helfern haben wir dieses Jahr unseren alljährlichen Oster-Marzipan-Kranz gebacken. Für die Kinder gibts ein Schokostreusel Lamm und einen Schoko Osterhasen.
Es war etwas schwierig, die Kinder davon abzuhalten, die Tiere heute schon zu verspeisen. Den morgigen Tag überleben sie aber sicher nicht.

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