ÖVP kritisiert Wiener Fahrscheinpreise

Weil zwar Facebook nichts vergisst, aber das Auffinden von alten Posts aus meiner Sicht recht schwierig ist, kopiere ich meinen „offenen Brief“ auf meinen Blog. Auslöser für das Schreiben war eine Meldung auf burgenland.orf.at, wo ÖVP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz die Preiserhöhung bei den Wiener Linien kritisierte – bloß wurde diese Preiserhöhung nicht nur in Wien durchgeführt. Hier mein Schreiben, auf das ich (erwarteterweise) keine Antwort bekam:

Sehr geehrter Herr Christian Sagartz!

Ich habe in http://burgenland.orf.at/news/stories/2591020/ ihre Empörung über die Anhebung der Fahrscheinpreise in Wien gelesen. Als Pendler aus dem Nordburgenland, der derzeit ca. ein Mal pro Woche nach Wien pendelt, verwende ich keine Wochen-, Monats- und Jahreskarten und bin daher zu 100% von dieser Preiserhöhung betroffen.

So kostet mich die Fahrt von Schützen am Gebirge nach Wien inklusive Kernzone 10,50 Euro, im Gegensatz zu 10 Euro wie noch vor einer Woche.

Diese Fahrt teilt sich folgendermaßen auf:

* 1 Zone im Burgenland (bis Bruck/Leitha)
* 3 Zonen in Niederösterreich (bis Wien Stadtgrenze/Kledering)
* 1 Zone in Wien

Die 50-Cent-Preiserhöhung finden daher zum größten Teil in Niederösterreich und Burgenland statt. Die beiden Bundesländer finden jedoch keine Erwähnung in der Kritik, obwohl auch dort die Fahrpreise um 5% erhöht wurden.

Es würde mich freuen, wenn Sie sich als Landtagsabgeordneter der Situation der Verbesserung im eigenen Bundesland engagieren, z. B. durch den Ausbau der lokalen Park & Ride-Anlagen oder den Bau überdachter Radabstellplätze (die sind in Schützen am Gebirge nämlich nicht vorhanden), und generelle Preiserhöhungen im gesamten Verkehrsverbund nicht am Beispiel eines Ortes kritisieren.

Zu Ihrer Information: Die Gesellschafter des Verkehrsbund Ostregion sind die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland zu den Anteilen 44%, 44% und 12%. Da hätten also Burgenland und Niederösterreich eine satte Mehrheit gehabt, um die Preiserhöhung zu verhindern.

Schöne Grüße,

Franz Knipp

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Aktuell Obmann der Waldorfinitiative Sonnenland und Landessprecher der Open Source Expert Group Burgenland.
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