Samsung S2, Apple iPhone, Nokia Lumia – ein Vergleich

Ich hatte die Möglichkeit, schon im letzten Jahr ausgiebig ein Samsung S2 auszuprobieren. Seit Jahresanfang telefoniere ich mit einem Apple iPhone 4S. Zuletzt stand mir ein Nokia Lumia 800 zum Testen zur Verfügung. Drei Hersteller, drei verschiedene Betriebssysteme – drei Welten, die hier aufeinander prallen.

Die Kandidaten

Gewinner beim Design: Nokia Lumia 800

Seit über einem Jahrzehnt konnte ich mit einer Reihe von PDAs und Smartphones Erfahrungen sammeln und so auch die Entstehung der modernen Benutzeroberflächen miterleben. Als ich letztes Jahr ein Samsung S2 zum Testen bekam, war ich von der Bedienung begeistert, da öffneten sich neue Welten. Im Gegensatz dazu war das kleinere Display beim iPhone 4S eine Enttäuschung, und dem Apple-Design sieht man sein Alter inzwischen an.

Umso mehr überraschte mich Windows Phone 7, das im Design durch Reduktion neue Akzente setzt. Das farblich dazu passende Gerät selbst ist trotz Kunststoffgehäuse edel anzugreifen und stellt sich angenehmer als ein Vollmetallgehäuse oder die Glasflächen des iPhone heraus: Es haftet besser in der Handfläche und zeigt auch keine Fingerabdrücke.

Kategorie Foto und Video: Apple iPhone 4S

Der letzte Urlaub wurde intensiv genutzt, um die drei Geräte in der Klasse der Fotografie zu testen. Die Anzahl der Megapixel ist längst kein Kriterium mehr für die Qualität, in der täglichen Nutzung sind Verzögerungszeit und Lichtempfindlichkeit zumindest für mich von größerer Bedeutung. Außerdem bin ich faul, was die Nachbearbeitung betrifft, also sollte das Bild von Haus aus natürliche Farben zeigen – und auch keine roten Augen, die mir das Nokia präsentierte.

Mit dem iPhone war ich subjektiv am meisten zufrieden, daher der Sieger in dieser Kategorie.

Meister in Offenheit: Samsung Galaxy S2

Als Google mit Android startete, war ein Google-Account Pflicht. Apple erforderte bis vor ein paar Monaten ein installiertes iTunes, um das Gerät vollwertig bedienen zu können. Ohne Apple-Account kann man nichts mit dem Telefon anfangen. Seit Windows Phone 7 erfordert auch Microsoft die Erstellung einer Live-ID um zusätzliche Anwendungen auf das Gerät zu installieren oder Updates durchzuführen.

Android ist prinzipiell offener als die anderen Betriebssysteme und ermöglicht die Verwendung alternativer App Stores. Samsung nutzt die Möglichkeit und hat auf seinem Gerät Samsung Apps vorinstalliert. Somit kann ohne Benutzeridentifikation in die Welt der Apps eingetaucht werden.

Aber nicht nur bei der Benutzeridentifikation zeigt das Gerät seine Offenheit: Verwendung als WLAN-Access-Point, um ins Internet einzusteigen, Zugriff auf den Telefonspeicher (Fotos, Videos, Kontakte, Nachrichten) über Web-Browser im selben WLAN oder über USB-Kabel, ohne eine zusätzliche Software installieren zu müssen, Austausch von Dateien über Bluetooth. Technisch ist das alles möglich, aber bei den hochpreisigen Geräten keine Selbstverständlichkeit.

Zusammenfassung

Gesamtsieger möchte ich keinen küren, frei nach dem Motto: „Das perfekte Smartphone muss erst geschaffen werden.“ Die verschiedenen Hersteller zeigen, in welche Richtung es gehen kann. Leider kann man sich sein persönliches Smartphone nicht wie einen Desktop-PC aus den bevorzugten Komponenten zusammenschrauben und das Wunschbetriebssystem installieren.

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Aktuell Obmann der Waldorfinitiative Sonnenland und Landessprecher der Open Source Expert Group Burgenland.
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