Franz und ein iPad

Eine Arbeitskollegin überließ mir für zwei Tage ihr Apple iPad, damit ich einmal diese neue Art von Computer testen kann. Ich sehe für mich persönlich zwei Einsatzzwecke:

Ersteres probierte ich gestern bei der Heimfahrt im Autobus. Es funktionierte gut. Normalerweise mache ich das am wesentlich kleineren Display meines Mobiltelefons, was schon anstrengend wird. Da war das iPad eine Wohltat für die Augen.

Nicht so toll waren die Ladezeiten. Für den größeren Schirm wird mehr Content geladen. Am Notebook löse ich das Problem, indem ich die interessanten Seiten im Hintergrund Lade und dann Tab für Tab durchlese. Der Safari-Browser bietet zwar mehrere gleichzeitige Seiten an, aber dazu muss ständig hin- und hergewechselt werden, was auch jedes Mal um die zwei Sekunden braucht. Außerdem gewann ich den Eindruck, dass die Seiten im Hintergrund gar nicht fertig geladen werden.

Der zweite Einsatzzweck bewährte sich, im WLAN sind die Ladezeiten besser. Das Notebook ist deutlich größer, muss am Tisch abgestellt werden, während das iPad in der Hand gehalten werden kann. Langsame bzw. große Seiten waren trotzdem ein bisschen zäh. Möglicherweise steht da die Absicht dahinter, dass sich diverse Apps verkaufen lassen, weil sie eine bessere User Experience als der Browser bieten.

Bei einer Seite war ich jedoch unglücklich: beim Online-Wörterbuch. Die englischen Eingaben wurden durch die Autokorrektur ausgebessert, sodass meine Suche nutzlos wurde. Vermutlich kann man das Verhalten irgendwo umstellen.

Natürlich würde sich das Gerät auch gut zum Lesen und Schreiben von Emails anbieten. Das wollte ich jedoch nicht ausprobieren, schließlich ist das Gerät nur geborgt.

Was mir echt gut gefällt, ist die Tastatur. Zum Ausprobieren schreibe ich diesen Blog-Beitrag damit. Das Tippen im Zehn-Finger-System funktioniert problemlos. Da macht mir das Positionieren des Cursors schon mehr Schwierigkeiten.

Ganz fertigstellen konnte ich den Beitrag am iPad jedoch nicht. Für das Foto aus der Digitalkamera brauchte ich dann doch den PC.

Ich bin neugierig auf die zweite Generation dieser Geräte. So etwas mit einem Linux darunter würde mir echt gut gefallen.

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Aktuell Obmann der Waldorfinitiative Sonnenland und Landessprecher der Open Source Expert Group Burgenland.
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3 Responses to Franz und ein iPad

  1. Willi sagt:

    Wie fällt nun eigentlich dein Fazit aus!? Hast du das Pad wieder zurück gegeben oder behältst du es einfach 😉

  2. Ulli sagt:

    Linux?! Franz, bitte verschandel das iPad nit mit sowas 😉

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