Sony Experia Z

Der PackingsinhaltDas Sony Experia ZEs ist schon einige Wochen her, dass ich das Sony Experia Z ein paar Wochen zum Testen hatte. Erhöhtes Arbeitsaufkommen verzögerte das Zusammenfassen meiner Erfahrungen. Dafür passt das Telefon zu den aktuellen Temperaturen, wo man sich Abkühlung im kühlen Nass sucht.

Schön, schnell und wasserfest

Erster Test unter WasserDie Zeiten sind vorbei, wo man Mobiltelefone, die ein bisschen mehr aushalten, von außen als solche erkannte. Kratzfeste Bildschirme sind in der gehobenen Preisklasse Standard, aber Sony setzt eines obendrauf und stattet seine Xperia-Serie mit Schutz gegen Staub und dem Eindringen von Wasser nach Schutzart IP55/IP57 aus. Das kapazitive Display reagiert auf die „Berührung“ mit Wasser und ist daher im nassen Element nicht bedienbar. Nichtsdestotrotz funktioniert die Bedienung mit nassen Händen hervorragend.

HD-DisplayDabei bleibt die restliche technische Ausstattung nicht auf der Strecke: Ein Full-HD-Display mit 5″ beeindruckt mit der Helligkeit und satten Farben, Pixel sind hier mit freiem Auge keine mehr erkennbar. Im Gegensatz zum Vorgänger Experia Go wird gleich eine aktuelle Android-Version mitgeliefert.

Ein Wermutstrupfen bleibt: Vermutlich zum Zwecke der Wasserdichtheit ist der Akku fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.

Fotografie

Fotografieren unter WasserUnter Wasser fotografiertDas Telefon beherbergt eine 13 Megapixel-Kamera, die erfreulich schnell auf die Auslösung reagiert. Der 16-fach-Zoombereich ist nicht komplett nutzbar und geht zu sehr an die Grenzen der Auflösung des Sensors. Es gibt eine Panoramafunktion für alle vier Richtungen, aber die Bedienung ist schwierig, weil die Drehgeschwindigkeit in einem sehr kleinen Bereich bleiben muss, damit sie funktioniert.

Wie bei Digitalkameras gibt es eine Menge Programme, die Auswahl kann man dem Telefon überlassen: Der Fotomodus „Überlegene Automatik“ wählt automatisch anhand des Motivs ein passendes Programm.

Leider ist die Kamera nur über den Touch-Screen bedienbar, sodass eine Aufnahme unter Wasser vor dem Eintauchen gestartet werden muss. Diese Möglichkeit, unter Wasser Videos zu machen, ist sehr beliebt, wie eine Reihe von YouTube-Videos belegt, eines davon ist von mir.

Musik & Video

Sony erinnert sich seiner Vergangenheit und spendiert dem Telefon eine Walkman-Applikation. Das Gerät ergibt sich als MTP-Gerät zu erkennen, somit ist keine zusätzliche Software am Computer zu installieren. Der Sound ist einwandfrei, es gibt eine Visualisierung ähnlich wie Winamp. Wer lieber Ohrhörer verwendet, bekommt diese zur Anpassung an den Gehörgang mit verschiedenen Aufsätzen geliefert.

Für den grenzenloses Musikgenuss steht das Service Music Unlimited bereit, allerdings ist zur Verwendung ein Google-Account erforderlich. Diesen braucht man auch zum Installieren zusätzlicher Anwendungen, Sony betreibt keinen eigenen App-Store.

Die vorinstallierte App Video Unlimited wird in Österreich nicht unterstützt.

Updates

Beim Testen störte mich ein Bug, der dafür sorgte, dass man die Einstellungen der Foto-App nicht öffnen konnte, wenn diese über den Bildschirmschoner gestartet wurde. Noch während der Testphase machte mich das Telefon auf ein Update aufmerksam, das diesen Fehler beseitigte, ohne dass ich mich dazu mit einer Google-Kennung anmelden musste.

Und Telefonieren?

Größenvergleich mit iPhone 4sGrößenvergleich mit iPhone 4sFür wechselwillige Benutzer fehlt die einfache Möglichkeit, das Adressbuch von einem bestehenden Gerät, konkret von meinem iPhone, zu übernehmen.  Hier war das Nokia Lumia 800 die bisher beste Erfahrung. Ohne Telefonbuch ist der Einsatz im Arbeitsalltag für mich zu mühsam, daher fiel der praktische Test als Telefon aus.

Zusammenfassung

Leider kein Standard-USB-PortDas in schwarz, violett und weiß erhältliche Telefon hat alles, was ein High-End-Smartphone braucht. Das Gehäuse besticht durch seine schlichte Schönheit. Der Marktpreis orientiert sich inzwischen an technisch ähnlich ausgestatteten Geräten – die aber ohne Wasser- und Staubschutz auskommen müssen.

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Seit 2012 Grüner Gemeinderat in Oslip.
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