Galaxy Nexus: Erster Kontakt mit dem neuen Androiden

Das Samsung Galaxy Nexus lag ein paar Wochen zuhause, bevor ich die Zeit und Muse hatte, es mir im Detail anzusehen. Es war das erste Telefon, das mit der neuesten Version von Googles Android ausgeliefert wurde, nämlich 4.0, Codewort Ice Cream Sandwich (ICS).

Aussehen: Innen und außen

Die Unterschiede zu den Vorversionen offenbaren sich nach der Inbetriebnahme:

  • Die Standardtasten am unteren Ende gibt es zwar noch, aber sie sind nun im Bildschirmbild integriert. Das bedeutet, dass z. B. beim Ansehen von Videos und Fotos noch mehr Platz zur Verfügung steht.
  • Außerdem musste dort die Taste für die Einstellungen Platz für eine neue Funktion machen, die die offenen Applikationen zeigt.
  • Das Erscheinungsbild wurde überarbeitet und wirkt jetzt aufgeräumter. Nachdem vor ein paar Monaten Android Design Richtlinien veröffentlicht wurden, ist zu hoffen, dass auch die Applikationen nachziehen, um ein konsistentes Erscheinungsbild anzubieten.

Von außen betrachtet bewegt sich Samsung mit dem Galaxy Nexus auf bekanntem Terrain: Kunststoffgehäuse, Deckel wie gewohnt abnehmbar, unauffälliges Dunkelgrau. Das Gehäuse des Nokia Lumia 800 hat mich mehr beeindruckt.

Erste Disziplin: Kontakte übernehmen

Im ersten Schritt müssen meine Kontakte auf das Telefon. Eine Funktion zum Übernehmen der Kontakte direkt vom iPhone, welches das Nokia Lumia 800 auszeichnete, gibt es leider nicht. Dafür kommt das Telefon mit Adressbüchern im vCard-Format zurecht. Also kopierte ich das Adressbuch über USB auf das Telefon und wählte in der Kontakte-Applikation Kontakte aus einer Datei importieren. Die Datei wird automatisch gefunden, ein paar Minuten später sind alle Kontakte vorhanden.

Photoshooting mit Panorama

Die 5-Megapixel-Kamera macht Bilder in gewohnter Qualität. Die Auslöseverzögerung ist erfreulich kurz. Es ist bloß unangenehm, dass dafür keine echte Taste zur Verfügung steht, sondern auf den Bildschirm getippt werden muss – etliche Male schaltete ich das Telefon einfach ab, weil ich die Ein/Aus-Taste zum Auslösen verwenden wollte.

Ein Feature hat jedoch in Windeseile mein Herz erobert: Es ist eine Panorama-Funktion eingebaut, wo man einfach das Telefon dreht, um es aufzunehmen. Eine Anzeige warnt davor, wenn man zu schnell ist. Die Fotos haben 3688×676 Pixel.

Missing Features

Im Vergleich zum Samsung S2 gingen mir zwei Programme ab: Der Samsung App Store ist für dieses Gerät nicht verfügbar, sodass man ohne Google-Account mit dem Telefon nicht so viel anfangen kann. Leider ist die anonyme Benützung mancher Programme nicht möglich. Z. B. fragt Google Maps beim Start nach dem Google-Account und beendet, wenn man diesen nicht eingeben möchte. Die Navigation funktioniert wiederum.

Das zweite Programm, das mir fehlt, ist Kies Air. Damit kann man beim S2 über den Webbrowser auf die Inhalte des Telefons zugreifen, was mir sehr gut gefällt, weil es unabhängig von einer Software macht, die möglicherweise nur unter bestimmten Betriebssystemen verfügbar ist.

Fazit

Abgesehen von der eingeschränkten Verwendbarkeit, wenn man es nicht mit dem Google-Account verbinden will, hat mir das Telefon sehr gut gefallen. In mancher Hinsicht ist mir der Rückstieg auf mein Apple iPhone 4S schwer gefallen.

Notiz an mich selbst: Screenshots erstellt man durch langes, gleichzeitiges Drücken der Ein/Aus- sowie der Lautstärke-runter-Taste.

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Seit 2012 Grüner Gemeinderat in Oslip.
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