Eine Super-Fi-Nachtsfeier

Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, bei der coolsten Weihnachtsfeier dabei zu sein, die ich je erleben durfte.

Den Ausgang nahm die Geschichte, als Niko Alm (der Mann mit dem Nudelsieb) die Gebrüder Stitch (die in Wien Maß-Jeans herstellen) fragte, ob sie nicht die Weihnachtsfeier für die Super-Fi-Gruppe (zu der auch die qnipp GmbH zählt) organisieren möchten. Die beiden sagten zu und planten ein ganz besonderes Event für uns.

Treffpunkt war die Werkstatt der beiden, wo wir mit Bier und Cola unseren Durst stillten, ehe in einer feierlichen Zeremonie ein Bildnis des Fliegenden Spaghetti-Monster enthüllt wurde, worauf mit Eierlikör angestoßen wurde.

Dann hieß es, dass wir in fünf Minuten vor der Türe zusammenwarten sollten. Was passierte? Ein zweistöckiger Reisebus hielt an, und wir wurden aufgefordert, dort einzusteigen. Wohin sollte die Reise gehen?

Ein paar Straßen später stiegen wir wieder aus, um in einem Wienerwald-Restaurant einzukehren. Um ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, war ein Alleinunterhalter engagiert worden, der seine MIDI-Dateien am Keyboard abspielte und manchmal dazu sang. Lustigerweise kannte ich ihn schon von einer Hochzeit im Innviertel 🙂

Der Restaurantbesuch brachte die ersehnte Stärkung: Es gab Grillhuhn mit Salat und Pommes. Wem das nicht reichte, konnte bei den Schweinsschnitzel zulangen, die mit einem Servierwagen von Tisch zu Tisch geführt wurden.

An eine Nachspeise war nicht mehr zu denken, da war wieder eine Busfahrt angesagt. So ging es von Meidling zum Ring, wo wir bei Musik von Falco und unter der Fremdenführung durch Niko eine Runde zurücklegten, ehe es wieder auf der linken Wienzeile stadtauswärts ging. Das Ziel war dieses Mal auf der Mariahilferstraße, wo wir durch eine Einfahrt in eine Art Baustelle geleitet wurden.

Wie sich später herausstellte, war es auch tatsächlich eine Baustelle: Unsere Partyorganisatoren übersiedeln ihre Schneiderei (auch bekannt als Hosenlabor), und wir durften die Location vor der Fertigstellung schon einmal einweihen. Eine Bar war eingerichtet, es gab DJs und Visuals – alles da für eine tolle Party.

War der Abend bis zu diesem Zeitpunkt voller Überraschungen, kam nun der Programmpunkt, der schon in der Einladung angekündigt war. Unter dem Titel SUPER-FI-VE sollten sich fünf Künstler finden, die vor der Gruppe ihren Act abzogen. Für jeden, der sich das zutraute, spendeten die Gebrüder Stitch 100 Euro an das Flüchtlingsprojekt der Ute Bock.

Weil der Ansturm an Kandidaten überschaubar war, wagte auch ich als Nummer 4 meinen Auftritt – wäre ja schade um die 100 Euro Spende. So sang ich vor meinen ehemaligen Bürokollegen White Christmas. Ich war richtig nervös. Im Anschluss an die fünf Auftritte stimmte das Publikum ab, um den Star des Abends zu küren. Es kam zu einem Stechen zwischen Nummer 5 und mir – und ich gewann 🙂 Ich danke meinen Fans im Publikum, ich wusste gar nicht, dass es soviele von diesen gab. Als Gewinn bekomme ich maßgeschneiderte Jeans, worauf ich mich schon richtig freue.

Nach den Amateuren waren die Profis an der Reihe. Der Vorhang wurde auf die Seite geschoben, und Gudrun von Laxenburg sorgten mit Livemusik für Stimmung. Ich bin sonst nicht so der Elektro-Fan, aber das hat mir echt gut gefallen.

Immerhin dauerte der Auftritt ein paar Nummern, ehe der Besuch der Polizei zu einem Abbruch führte, und wir von den DJs „leise“ unterhalten wurden.

Beim Weggehen fragte mich Stitch-Bruder Moritz, was mir am besten gefallen hatte. Ich kann es nicht sagen, es war ein Abend voller Super-Hi-Lights 🙂

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Seit 2012 Grüner Gemeinderat in Oslip.
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2 Kommentare zu Eine Super-Fi-Nachtsfeier

  1. Sedlacek Rosi sagt:

    Das sind ja Weihnachtsfeiern anderer Art. Bin neugierig wie Dein erster Preis – sprich
    die Massjean- aussieht. Der Preis einer solchen Jean ist ja ganz schön stolz, wie ich
    der home page entnehmen konnte. Wer war eigentlich Dein Mitbewerber – die Nr. 5, was hat er/sie gesungen? Aber als echtes Haydn-Chor Mitglied warst du natürlich
    gut eingesungen!!

  2. Franz Knipp sagt:

    Ich war der einzige, der gesungen hat. Nummer 5 versuchte sich im Strip-Tease des Oberkörpers. Es gab noch einen Beat-Boxer, einen Fahrradartisten sowie eine Nachricht in Persisch (deren Sinn sich nicht nur mir nicht erschloss).

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