Zweites Monat, zweites Handy: Das Samsung Galaxy S II

Mein Ziel ist es, zwölf Monate lang jedes Monat ein anderes Telefon zu testen. Nach dem Nokia E7 konnte ich mir ein Samsung Galaxy S II organisieren, und es macht mir viel Freude, dieses Telefon zu verwenden.

Bei der Übernahme hatte ich noch beide Telefone vor mir und stellte so schnell die Unterschiede fest: Bei gleicher Größe war das Samsung deutlich dünner und leichter. Das Kunststoffgehäuse  wirkte zwar nicht so edel wie das Metallgehäuse des Nokia, aber im täglichen Betrieb war dieser Unterschied bald vergessen. Außerdem erlaubt das Flaggschiff von Samsung des Wechseln des Akku.

Der bemerkenswerteste Unterschied zu den Telefonen, die ich bisher verwendete, ist wohl die Bedienung. Die Android-Oberfläche stellt alles in den Schatten und offenbart den technologischen Vorsprung gegenüber Nokias Symbian^3. Die Gewöhnungzeit ist sehr kurz, um dann mit Wischgesten diverse Aktionen auszuführen. Der leistungsstarke Dual Core-Prozessor trägt dazu bei, dass alle Animationen flüssig ablaufen.

Wenn ich schon bei den Vergleichen bin, muss ich ein paar Punkte anbringen, wo mir das Nokia besser gefiel:

  • Es gibt keine Status-LED, die durch Blinken anzeigt, dass z. B. eine ungelesene Nachricht vorliegt. Um so etwas festzustellen, muss die seitliche Taste gedrückt werden.
  • Die Auslösezeit bei der Kamera erscheint mir beim Vergleich zum Nokia größer. Möglicherweise liegt das auch an der Bedienung über das Touch-Display. Hier könnte Samsung mit einer echten Taste die Verwendbarkeit der eingebauten Kamera verbessern.
  • Das Schreiben auf der Bildschirmtastatur ist nicht so angenehm wie auf einer Hardware-Tastatur. Für kurze Nachrichten reicht es, aber einen Blog-Beitrag möchte ich damit nicht verfassen 😉

Abgesehen davon begeisterte mich das Telefon. Ich verwendete es, ohne es mit meinem Google-Account zu verbinden und fühlte mich trotzdem kaum eingeschränkt. Es bietet eine Reihe wohlüberlegter Features:

  • Internet-Verbindung über das Telefon: Sowohl über USB als auch über WLAN kann ich am Notebook die Internet-Verbindung nutzen, absolut problemlos.
  • Das Telefon lässt sich über den Web-Browser mithilfe von Kies air verwalten. Es ist keine zusätzliche Software-Installation notwendig: Das ist die Zukunft.
  • Ein eigener Samsung-App-Store ermöglicht die Installation zusätzlicher Software ohne Eingabe der Google-Zugangsdaten.
  • Das AMOLED-Display offenbart, warum Samsung in diesem Bereich Marktführer ist: Hell, scharf, angenehm groß.
  • Der eingebaute Browser ist genauso, wie ich mir das vorstelle. Insbesondere existiert eine Zurück-Taste am Gerät – diese ist fixer Bestandteil des Android-Bedienkonzepts.

HDMI-Fernseher kann man zwar an das Gerät keinen anstecken, aber das geht mir nicht ab. Sonst kann es einfach alles, was man sich von einem Smart-Phone wünschen kann: Kamera mit 8 Megapixel, WLAN, Bluetooth, GPS. Aber auch das Telefonieren funktioniert hervorragend – sogar in unserem Haus hatte ich ungewohnt stabile Verbindungen. Auch der Akku entspricht meinen Vorstellungen: Ein langes Wochenende mit wenig Nutzung bedeutet nicht, dass man ohne Ladegerät am Sonntag unerreichbar ist.

Leider muss ich das Telefon zurückgeben, mit diesem Gerät habe ich mich wirklich gut angefreundet, und es gäbe noch genug zu entdecken. Für den nächsten Test-Kandidaten liegt die Latte jetzt ziemlich hoch.

Herzlichen Dank an Samsung Österreich für die Zuverfügungstellung des Telefons!

Über Franz Knipp

Geboren 1975, erster eigener Computer 1984, erste eigene Webseite 1995, erster Blog 1999 in Spanien. Seit 2000 Programmierer und Projektleiter. Inzwischen verheiratet und dreifacher Vater. 2011 Gründung eines Software-Unternehmens. Seit 2012 Grüner Gemeinderat in Oslip.
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3 Kommentare zu Zweites Monat, zweites Handy: Das Samsung Galaxy S II

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